{"id":116,"date":"2017-05-12T10:00:03","date_gmt":"2017-05-12T10:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.einkubainba.de\/?p=116"},"modified":"2017-05-12T10:00:03","modified_gmt":"2017-05-12T10:00:03","slug":"eine-kurze-ewigkeit-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.denis-dominguez.de\/?p=116","title":{"rendered":"Eine kurze Ewigkeit (2)"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1250 aligncenter\" src=\"http:\/\/d-e-n-i-s.com\/wordpress\/einkubainba\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/05\/zwei_Leben_Im_Koffer.png\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"560\" \/><\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"4XEa5KkNwD\"><p><a href=\"http:\/\/d-e-n-i-s.com\/wordpress\/einkubainba\/eine-kurze-ewigkeit\/\">Eine kurze Ewigkeit (1)<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" src=\"http:\/\/d-e-n-i-s.com\/wordpress\/einkubainba\/eine-kurze-ewigkeit\/embed\/#?secret=4XEa5KkNwD\" data-secret=\"4XEa5KkNwD\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8222;Eine kurze Ewigkeit (1)&#8220; &#8212; Ein Kubaner In Bayern\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<p>\u00bbWir m\u00fcssen reden\u00ab, sagte ihr Mann eines Tages zu ihr. Ein ernsthaftes Gespr\u00e4ch soll daraus werden, hatte er <em>betont<\/em>&#8230;:<br \/>\nLaura lie\u00df die Kochutensilien in Ruhe, trocknete ihre H\u00e4nde, nahm einen Stuhl und schenkte ihrem Mann ihre volle Aufmerksamkeit. Noch nie hatte sie ihm so ernst genommen.<\/p>\n<p>\u00bb<strong><em>Ich<\/em> <\/strong>muss etwas los werden. <em>Ich<\/em> muss mich neu finden. <em>Ich&#8230;<\/em> brauche vielleicht eine Auszeit.\u00ab sagte er pl\u00f6tzlich.<br \/>\n\u00bbIch habe jemanden kennengelernt&#8230; \u00ab ging er fort. Eine stille Pause f\u00fcllte den gro\u00dfen K\u00fcchenraum, der Laura auf einmal ganz winzig und dunkel schien. Wie ein Schleier der Verzweiflung, den wir ungern vor anderen hochziehen, aus reiner Angst vor der blanken Wahrheit.<br \/>\nIch&#8230;, ich&#8230; nur ich&#8230; dieses egoistische Wort brannte in ihrem Gehirn, wie das Feuer, das ihre Beziehung eins aufrecht hielt.<br \/>\n\u00bbUnsere Ehe ist nicht mehr zu retten&#8230;.\u00ab, ging er fort. \u00bbIch verlasse dich&#8230;\u00ab<br \/>\n\u00bbWas&#8230;?\u00ab Der Moment, vor dem sie immer Panik hatte, war gekommen: Die unvermeidliche Trennung. Der H\u00f6hepunkt einer Krise, die immer nur &#8222;die Anderen&#8220; trifft.<\/p>\n<p>\u00bbIch ziehe mit&#8230; <em>Zoe<\/em> zusammen.\u00ab Sie verstanden die Welt nicht mehr. Tausende Fragen machten einen Tumult in ihrem Kopf: Meine beste Freundin? Er hat aber jetzt nicht Zoe gesagt oder? Will er mit ihr abhauen?\u00ab Was wird aus dem Haus? Aus unserem gemeinsamen Traum? Was werden die anderen denken? Allein kann ich das Haus nicht bezahlen. Wie sich neu finden&#8230; Soll ich unser Traumhaus verkaufen? Wo werden wir dann alle leben?<br \/>\n\u00bbLaura!\u00ab, unterbrach Lorenzo ihren Gedankenfluss.<br \/>\n\u00bbSprich, sag &#8218;was &#8230; Willst du nichts dazu sagen&#8230;? Laura&#8230;, Laura?!! &#8230; Mama!!!<\/p>\n<p>Laura wachte auf. Es war nur ein Traum. Kein <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tp4CLLy4lG8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">luzides <\/a>Tr\u00e4umen. Ihre dreij\u00e4hrige Tochter rannte schreiend in das Schlafzimmer, gefolgt von ihrem \u00e4lteren Br\u00fcder:<br \/>\n\u00bbMama&#8230; Mama&#8230; Robert will meiner Puppe etwas antun &#8230;!\u00ab<br \/>\nSie verstand rasch: Die Kinder streiten sich&#8230; schon wieder wegen irgend etwas banales. \u00bbMama, Mama&#8230; Steh jetzt auf! <em>Wir<\/em> wollen schnell in den Zoo.<br \/>\nIm Hintergrund h\u00f6rte sie die laute Stimme ihres Mannes: \u00bbHast du meine Krawatte gesehen? Wo ist das Ding schon wieder&#8230;? Laura&#8230;? Hilf mir!\u00ab<br \/>\nKeine Bitte, kein Dankesch\u00f6n, keine W\u00e4rme in seinen Worten. Nur eine harte und stumpfe Aufforderung. Sie nahm einen tiefen Atemzug und legte sich sanft zur\u00fcck in ihr Bett; blendete ihre Umgebung f\u00fcr ein paar Sekunden aus. Ruhe kehrte erneut ein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-1253 size-full\" src=\"http:\/\/d-e-n-i-s.com\/wordpress\/einkubainba\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/05\/selbstliebe_01.png\" alt=\"Selbstliebe\" width=\"560\" height=\"315\" \/><\/p>\n<p>Die Kinder verstanden nichts davon. \u00bbWas ist los&#8230;? Wenn wir schreien, springt Mama immer auf und ist andauernd bereit\u00a0 <em>unsere Befehle<\/em> zu befolgen\u00ab, dachten sie bestimmt. Ja, Mama springt stets ohne das \u00bbWarum\u00ab zu hinterfragen, um nur das \u00bbWie hoch\u00ab zu t\u00e4tigen. Aber nicht jetzt, nicht an diesem Morgen. Laura lag in ihrem Bett, und starrte die alte marode Decke ihres Schlafzimmers mit einem festgefahren Blick voller Schwermut an:<\/p>\n<ul>\n<li>Ist unsere <em>geopferte<\/em> Zeit f\u00fcr die Menschen, die wir lieben, irgendwann nichts mehr wert?<\/li>\n<li>Verliert ein starkes Versprechen f\u00fcr die Unendlichkeit seinen Glanz im Laufe der Zeit?<\/li>\n<li>Kann eine <em>Ewigkeit<\/em> von so kurzer Dauer sein?<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-1254 size-full\" src=\"http:\/\/d-e-n-i-s.com\/wordpress\/einkubainba\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/05\/selbstliebe_02.png\" alt=\"Selbstliebe\" width=\"560\" height=\"315\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr alle M\u00fctter dieser Welt: g\u00f6nnt euch eine Auszeit. Denn heute ist euer Tag. 24 Stunden lang voller<em> Selbstliebe<\/em>:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-1259 size-full\" src=\"http:\/\/d-e-n-i-s.com\/wordpress\/einkubainba\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/05\/selbstliebe_03.png\" alt=\"Selbstliebe\" width=\"560\" height=\"315\" \/><\/p>\n<p><span>\u00a0<\/span>\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kurze Ewigkeit (1) (&#8230;) \u00bbWir m\u00fcssen reden\u00ab, sagte ihr Mann eines Tages zu ihr. Ein ernsthaftes Gespr\u00e4ch soll daraus werden, hatte er betont&#8230;: Laura lie\u00df die Kochutensilien in Ruhe, trocknete ihre H\u00e4nde, nahm einen Stuhl und schenkte ihrem Mann ihre volle Aufmerksamkeit. 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